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Die folgenden Bilder stammen aus unserer Sammlung alter Aufnahmen und Postkarten. Durch Klicken auf ein Bild sehen Sie die Aufnahme auch vergrößert.

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ab 1750

Wer dieses Haus ursprünglich erbaut hat, liegt noch im Dunkeln. Der erste nachgewiesene Eigentümer ist aus dem Jahre 1803 bekannt: der Sattler Ernst Staat. Zwei weitere Besitzer haben im Anschluß hier ihr Handwerk betrieben: der Schuhmacher Josef Merkel und der Seiler Ferdinand Maurer.

1887

Eugen Hildebrand erwirbt das Anwesen und eröffnet hier seine Konditorei und Sodawasser-Fabrik.

1898

HildebrandBereits nach kurzer Zeit richtet Eugen Hildebrand zudem ein Café ein - das weit über Lahr hinaus bekannte "Café Hildebrand". Noch vor dem ersten Weltkrieg gibt der Lahrer Volksmund dem Café seinen heutigen Namen: Café "Süßes Löchle".

1921

Unter Eugen's Sohn Karl Hildebrand erfolgt ein grundlegender Umbau des Hauses - aus verschiedenen groß-artigen Entwürfen wird letztendlich ein doch etwas bescheidenere variante im Art-Deco-Stil der zwanziger Jahre realisiert. Danach sollte sich nicht mehr viel am Ambiente ändern - bis heute haben der Laden und die Gaststube jedem Stilwechsel widerstanden.

Postkarte: privat

1938

Frau Trudel Hauser, eine Verwandte der Familie Hildebrand, übernimmt die Regie. Mit von der Partie ist auch ihre Nichte, Hildegard Seidl, die bis zum Jahr 2004 als alleinige Besitzerin und gute Seele das Café so geführt hat, wie es viele Lahrer noch in Erinnerung haben.

2004

Das "Süße Löchle" steht urplötzlich kurz vor dem Aus. Unter der Leitung von Uwe Baumann und Dieter Böhnert finden sich weit über 100 Lahrer Bürger zu einer gemeinnützige Aktiengesellschaft zusammen und ersteigern die Immobilie samt Inventar. Ihr Ziel ist es, das lieb gewonnene Café zu erhalten, und Frau Seidl einen Lebensabend in ihrer Wohnung im selben Haus zu ermöglichen.

2005

Als weiterer Schritt zum Bestandsschutz gilt die Aufnahme des Ensembles in die Liste der Kulturdenkmale.Im Gutachten heißt es: "Verkaufsladen, Kaffeestube und Back- bzw. Richtstube sind außergewöhnlich gut und vollständig erhalten und veranschaulichen die Kaffee-Kultur in einer badischen Kleinstadt vor dem Zweiten Weltkrieg."

2006

In Eigenregie führt eine kleine Gruppe aus dem Kreis der Aktionäre das Café weiter. Das Inventar wird katalogisiert, das Haus wird entrümpelt, und die dringendsten Reparaturarbeiten zumeist in freiwilliger Leistung oder auf Spendenbasis durchgeführt.

2007

Ein professioneller Pächter - Thomas Schüle, Kaffeeröster aus Staufen im Breisgau - übernimmt die Leitung des Betriebs. Sein eigenes kleines Café in Staufen dient als Vorbild für verschiedene Dekorationsmaßnahmen. Bis zur Eröffnung werden weitere Bereiche instandgesetzt.

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Thomas Schüle übergibt die Pacht an seine bisherige Mitarbeiterin Janet Scherrer. Nach wie vor ist der Kaffee aus Staufen in verschiedenen Sorten im Angebot - darunter eine spezielle Mischung "Süßes Löchle". Im selben Jahr gründet sich übrigens der offizielle Freundeskreis "Süßes Löchle" als eingetragener Verein. Weitere Renovierungsarbeiten können mit Hilfe von Spenden durchgeführt werden.

2009

Frau Seidl feiert ihren 85. Geburtstag in vertrauter Umgebung. Sie nimmt nach wie vor rege am Fortgang des "Süßen Löchle" teil.

Foto: privat

2014

Das Gebäude übersteht den Abriss des Nachbarhauses und den Neubau eines Kinos, das bis zu 8 Metern in die Tiefe reicht. Noch sind nicht alle Nebenwirkungen behoben, aber wir freuen uns dennoch über den Nachbarn, der ein wenig mehr Laufkundschaft in diese Gegend der Stadt lockt.

2015

Kaum waren die Folgen der nachbarlichen Bautätigkeiten abgearbeitet, musste Frau Seidl krankheitsbedingt ihre gewohnte Umgebung verlassen. Nach nur wenigen Wochen im Altrrsheim und einer weiteren Operation verstarb sie im Spätsommer im Alter von fast 92 Jahren.

2016

Es steht eine Aufgabe bevor, an die wir bisher nie zu denken gewagt hatten: Frau Seidls Wohnung wird frei. Mit den Nachfahren waren wir uns einig, dass wir die von ihnen zurückgelassenen Hinterlassenschaften in unserem Sinne verwerten. Es tauchen interessante Kassenbücher aus den 30er und 40er Jahren, sowie Backutensilien auf. Die Wohnunh selbst weist einen enorm hohen "Investitionsstau" auf. Wie gehen wir damit um?

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